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Evas Teeplantage: Über uns

Wer die Tür zu Evas Teeplantage in Nürnberg öffnet und hineingeht, lässt die Hektik der Straße draußen. Die Zeit scheint in dieser duftenden Welt einen Moment innezuhalten: An der Wand stapeln sich bunte Teedosen, eine alte Waage erinnert an vergangene Tage und der chinesische Buddha sieht dem hektischen Treiben vor der Tür gelassen zu. Seit 32 Jahren bietet Evas Teeplantage – gut erreichbar zwischen Hauptbahnhof und Hauptmarkt gelegen  – all denen eine große Auswahl an schwarzen, grünen und vielen anderen Teesorten an, die Wert auf gute Tees legen.

Einst von Eva-Maria Schneider gegründet, steht heute Sohn Alexander Poetsch hinter dem Verkaufstresen, berät die Kunden, schenkt Tee aus und informiert über die duftende Welt des Tees. Dass er den Laden seiner Mutter einmal übernehmen und weiterführen würde, hatte er sich zwar nicht so vorgestellt, sieht es jedoch als glückliche Fügung. Nach dem Abi suchte er einen Studienort, der sich möglichst weit weg von zu Hause befand. Er zog nach Sizilien und studierte dort Wirtschaftswissenschaften. Nach beendetem Studium kam er zurück und war zwei Jahre lang als Sportreporter für die Nürnberger Nachrichten unterwegs, auch wenn er gerne in Italien geblieben wäre.

In seiner freien Zeit half Alexander seiner Mutter im Teeladen und stellte fest: Verkaufen ist nicht nur kommunikativ, sondern macht richtig Spaß. Er arbeitete sich in die vielfältige Welt der Tees ein und begann mit den Sorten, die er selbst gerne trank.

Jeder Tee trägt die Geschichte seiner Herkunft wie einen seidenen Kimono oder einen bestickten Sari mit sich. Wer ihn trinkt, umhüllt sich mit seinem unverwechselbaren Duft und nähert sich Schluck für Schluck einer fernen Kultur. Wer mit Alexander Poetsch ins Gespräch kommt, kann viel über die zauberhafte Welt der Tees erfahren und was jeden einzelnen von ihnen so besonders macht. Er setzt auf gute Qualität und akzeptiert Aromen in einem Tee nur, wenn sie den Menschen gut tun. Der Inhalt ist ihm wichtiger als jede noch so schöne Verpackung.

Geht es um den ökologischen Aspekt, ist er konsequent und fährt seine Wege mit dem Rad. Das hat er selbst in den Zeiten durchgehalten, in denen er 30 Kilometer von Nürnberg entfernt wohnte. Das Unverpackt-Prinzip, das von findigen Unternehmern neu entdeckt wurde, praktiziert Alexander ganz selbstverständlich: Wer seine leere Teedose mitbringt, bekommt sie wieder gefüllt.

Im Laden gibt es aber nicht nur Tee in fast unzähligen Sorten, sondern auch vieles, was für einen echten Genießer dazugehört: Teekannen aus Jenaer Glas, japanisches Teegeschirr, Honig und Kandis zum Süßen, Bücher über Tee und Gebäck zum Tee. Wesentlich ist jedoch der Tee.

Für Alexander Poetsch hat der Tee einen Wert, der über den Preis weit hinaus geht. Er erklärt gerne die Eigenheiten der unterschiedlichen Arten und setzt auf gute Qualität. Dabei ist ihm besonders der demokratische Aspekt wichtig: Jeder soll sich hochwertigen Tee leisten können. Außerdem spendet Alexander von jeder Teelieferung bis zu zwei Kilogramm an die Nürnberger Tafel. 

Wer den Unterschied zwischen weißen, gelben und grünen Teesorten riechen, schmecken und erkennen will, sollte sich einfach zu einem der Teeseminare anmelden. In anderthalb Stunden führt Alexander kundig durch die reichhaltige Teewelt. Für Matcha-Genießer gibt es den Matcha-Workshop, bei dem es um die Zubereitung dieser exklusiven Teesorte geht. Immerhin wächst Matcha nur in ganz besonderen, schattig gelegenen Teeplantagen. Die Produktion ist so aufwändig, dass nur eine kleine Anzahl japanischer Teebauern diese Mühen auf sich nimmt.

Sechs Tage in der Woche steht Alexander Poetsch in Evas Teeladen, berät, verkauft, verpackt und verschickt die diversen Tees. Seine Frau Julia hat dafür gesorgt, dass Evas Teeplantage online im weltweiten Netz zu finden ist. Sie unterstützt ihn im Marketing und schreibt auf der Website über die vielen Teesorten. Der Anteil an Tee, der online geordert wird, wächst ständig. Die Zeit, die Julia Poetsch in die Pflege der Website und sozialen Netzwerke investiert, zahlt sich aus. 

Kennengelernt haben sich die beiden - wie könnte es anders sein - in Evas Teeladen: Nach einer anstrengenden Zugfahrt kehrte sie im Laden ein und kaufte einen japanischen Grüntee. Dabei kam sie mit Alexander ins Gespräch. Beide waren sich auf Anhieb sympathisch, verabredeten sich - sind inzwischen fast zehn Jahre miteinander verheiratet und haben zwei gemeinsame Söhne im Alter von drei und fünf Jahren.

Evas Teeladen ist ein Familienbetrieb: „Jeder, der hier arbeitet, darf auch alles machen“, erklärt Alexander Poetsch. Das gilt für den Verkauf, aber ebenso, wenn es ans Putzen geht. 

Wer die ganz besondere Atmosphäre selbst erleben will, nur zu: Schauen Sie sich um, lassen Sie sich verführen und genießen Sie die kleinen Momente des Glücks, wenn der Duft aus der Teetasse steigt. 

Der Tee weckt den guten Geist und die weisen Gedanken. Er erfrischt deinen Körper und beruhigt dein Gemüt. Bis du niedergeschlagen, so wird Tee dich ermutigen. (Shen Nung, chinesischer Kaiser, 2737 - 2697 v. Chr.).